Einbruchs-Mythen – Was stimmt wirklich?

Ratgeber
12.02.2018

Wenn es um das Thema Einbruch geht, gibt es einige Halbwahrheiten, die sich hartnäckig halten. Wir klären über die gängigsten Einbruchs-Mythen auf und sagen, was es damit wirklich auf sich hat.

Bei mir gibt es sowieso nichts zu holen

Viele Hausbesitzer denken, dass Einbrecher sie sicherlich verschonen werden, weil es bei ihnen nicht nach fetter Beute aussieht. Aber: Woher soll der Einbrecher das wissen, bevor er sich in dem Haus umgesehen hat? Schließlich muss wertvolles Hab und Gut nicht nach außen getragen werden, im Gegenteil. Oft wird es eher unter Verschluss gehalten. Außerdem ist der finanzielle und materielle Schaden gar nicht das, was Opfer am schwersten trifft. Die psychischen Folgen sind wesentlich gravierender. Schließlich haben rund zwei Drittel aller Einbruchsopfer mit Spätfolgen wie Angst- oder Schlafstörungen zu kämpfen.

In meiner Gegend wurde noch nie eingebrochen

Egal ob auf dem Land oder in der Stadt: In allen Teilen Deutschlands nehmen die Zahlen der Wohnungseinbrüche tendenziell zu. Selbst wenn Ihre Region bisher verschont wurde, heißt das leider nicht, dass das auch in Zukunft so bleiben muss. Einzeltäter und Banden suchen sich immer wieder Gegenden, die noch relativ unbeschadet sind, denn hier sind die Bewohner noch nicht allzu sensibilisiert.

Einbrecher kommen nur nachts

Falsch! Am häufigsten wird zwischen 16 und 20 Uhr eingebrochen, und das vor allem freitags und samstags. Nachts hingegen, zwischen 0 Uhr und 8 Uhr morgens, finden nur rund 12 Prozent aller Einbrüche statt, schließlich sind dann die meisten Menschen zuhause. Tagsüber, wenn viele bei der Arbeit sind, haben Einbrecher hingegen freie Bahn.

Einbrecher steigen immer durchs Fenster ein

Richtig ist, das Fenster oft als Einstiegspunkt genutzt werden. Teilweise sind die Hausbewohner selbst daran schuld, weil sie es auch bei kurzen Abwesenheiten gekippt lassen. In der Mehrheit kommen Einbrecher aber über Haus- und Terrassentüren ins Haus. Deswegen sollten Sie beim Verlassen des Hauses immer darauf achten, die Tür nicht nur hinter sich zuzuziehen, sondern auch zweifach abzuschließen. Nur so stellt die Haustür eine wirkliche Barriere dar.

Meine Wertsachen sind gut versteckt

Unter der Matratze, unter den Strandtüchern ganz hinten im Schrank oder zwischen den Socken: Es gibt kein Versteck, das Einbrecher noch nicht kennen. Deswegen werden sie auch alles bis in die letzten Winkel durchsuchen. Auf Nummer sicher können Sie nur gehen, wenn Sie Ihre Wertsachen in einem Safe einschließen, der fest verankert ist.

Die Versicherung wird schon für den Schaden aufkommen

Das ist teilweise richtig – aber nur, wenn Sie den Schaden nicht provoziert haben. Brechen die Täter über ein gekipptes Fenster ein, wird die Hausratsversicherung sicher nicht einspringen. Lesen Sie daher die Bestimmungen gut durch, in welchen Fällen Ihnen Geld für verlorene Gegenstände erstattet wird. Was Ihnen allerdings niemand ersetzen kann sind die ideellen Werte, und diese wiegen meistens mindestens ebenso schwer wie die materiellen.

Urlaubszeit ist Einbruchszeit

Tatsächlich steigt die Zahl der Einbrüche besonders in der Urlaubszeit während der Sommermonate an. Allerdings nicht so rasant, wie man meinen mag. Der Juli ist aufs Jahr gesehen der schwächste Monat. 2016 wurden in diesem Monat gerade einmal 4,8 Prozent aller Einbrüche verübt. Extremer ist der Anstieg in der dunklen Jahreszeit. Von Oktober bis März sind die meisten Einbrecher unterwegs, 60 Prozent aller Einbrüche finden in diesen Monaten statt, allein 17 Prozent davon im Dezember. Schließlich gibt ihnen die frühe Dunkelheit Schutz.

Einbruchschutz ist sinnlos

Dieser Mythos ist falsch. Es ist nachgewiesen, dass sich Einbrecher nicht lange an gut verriegelten Fenstern und Türen versuchen. Schon mechanische Sicherungen, die verhindern, dass das Fenster innerhalb von Sekunden aufgehebelt werden kann, sind wirksam. Auch Alarmanlagen, die von außen sichtbar sind, lassen manchen Einbrecher weiterziehen.

Lassen Sie Einbrechern keine Chance. Rüsten Sie an Fenstern und Türen mechanische Sicherungen nach, die das Öffnen wesentlich erschweren, oder lassen Sie sich zu einer Gefahrenmeldeanlage beraten.

Sichern Sie Ihr Zuhause

kostenfreie Beratung